Wandervorschläge für Samstag

18. April 2026 – 10 handverlesene Touren ab Traun, OÖ

🚗 Max. 1,5 h Anfahrt ⛰ Max. 750 Höhenmeter ❄ Garantiert schneefrei 🍴 Mit Einkehr 🚘 Gute Parkmöglichkeit

Alle 10 Touren im Überblick

← Tabelle seitlich scrollen →

# Tour Anfahrt Distanz Höhenmeter Gehzeit Schwierigkeit Einkehr
1 Großer Sonnstein, Ebensee ~60 Min ~4–9 km ~610 m 2,5–4 h Mittel Sonnsteinhütte / Mostschenke
2 Almkogel am Mondsee ~60 Min ~9 km ~560 m 3–3,5 h Mittel Gasthof Drachenwand
3 Schoberstein, Molln ~55 Min 7–8 km 580–700 m 4–5 h Mittel Schobersteinhaus
4 Hohe Dirn via Klausgraben ~55 Min ~12 km ~750 m 5–6 h Mittel Anton-Schosser-Hütte
5 Grünberg & Laudachsee, Gmunden ~30 Min 8–16 km 200–645 m 3–6 h Leicht–Mittel Ramsaualm / Grünbergalm
6 Hochbuchberg, Grünburg ~50 Min ~7 km ~710 m 3,5–4 h Mittel Grünburger Hütte
7 Langbathseen, Ebensee ~55 Min 7 km 170 m 2–2,5 h Leicht Langbathsee Stüberl
8 Schober bei Fuschl ~65 Min ~8,5 km ~625 m 4–4,5 h Anspruchsvoll (T3) Forsthaus Wartenfels
9 Almsee, Grünau im Almtal ~60 Min 6–9 km 30–134 m 1,5–2,5 h Leicht Seehaus am Almsee
10 Losenstein – Burgruine & Nagelschmiedweg ~45 Min 6–8 km 130–200 m 2,5–3,5 h Leicht Gasthof Blasl / Eisentor
01

Großer Sonnstein bei Ebensee

Aussichtsbalkon hoch über dem Traunsee
Anfahrt ab Traun
~55 Minuten
Distanz
~8 km (Rundweg)
Höhenmeter
~620 m ↑↓
Gehzeit
3,5–4 Stunden
Schwierigkeit
Mittel (T2)
Gipfelhöhe
1.037 m

Routenbeschreibung

Vom Kirchenplatz Ebensee (434 m) geht es durch die Siedlung Bartlberg steil in den Wald. Der schön angelegte Steig führt durch lichten Buchenwald mit blühenden Schneerosen im Frühjahr. Die Steilheit ist beachtlich: 600 Höhenmeter auf nur 2 km! Oben lichtet sich der Wald und das volle Panorama öffnet sich: Traunsee über 800 m tiefer zu Füßen, der mächtige Traunstein gegenüber, Höllengebirge, Totes Gebirge mit Großem Priel. Die Stimmung wird als „fast toskanisch“ beschrieben. Optionale Erweiterung: Vom Gipfel weiter zum Kleinen Sonnstein (923 m) mit Sonnseinhütte – drahtseilgesicherte Passage dazwischen (T3, Trittsicherheit nötig!). Abstieg über Traunkirchen möglich (Rückfahrt per Schiff!).

Einkehrmöglichkeiten

  • Sonnsteinhütte (918 m, am Kleinen Sonnstein) – Bergrettungs-Hütte. Ab Ostern Sa+So+Feiertag geöffnet. Jause, Suppen, Getränke. Tel: +43 650 348617
  • Mostschenke im Heustadl – Ebensee, Almhausstraße 28. Deftige regionale Küche, hausgemachte Mehlspeisen. Mi–Sa ab 15:00, So ab 12:00
🚘 Parkplatz: Rathausplatz Ebensee (kostenlos) oder Parkplätze beim Bahnhof Ebensee. Direkt am Ausgangspunkt.
🌱 Mitte April: Südseitige Lage („Sonnstein“!) – appert früh aus, ab März/April begehbar. Sonnsteinhütte hat ab Ostern (5.4.2026) geöffnet. Obere Bereiche können nass/rutschig sein. Die Überquerung zum Kleinen Sonnstein ist im April riskanter (Nordseite, Drahtseil evtl. vereist) – bei Unsicherheit nur Großen Sonnstein machen.
02

Almkogel am Mondsee

Steiler Kraftakt mit Sieben-Seen-Panorama
Anfahrt ab Traun
~60 Minuten
Distanz
~9 km (hin & retour)
Höhenmeter
~560 m ↑↓
Gehzeit
3–3,5 Stunden
Schwierigkeit
Mittel (T2)
Gipfelhöhe
1.030 m

Routenbeschreibung

Vom Gasthof Drachenwand in St. Lorenz führt Weg Nr. 12 südwestlich auf einem Karrenweg in den Wald. Vorbei an der Thekla-Kapelle, über den Klausenbach, dann links halten (rechts gäbe es zum Drachenwand-Klettersteig). Der Weg steigt steil in Serpentinen durch Wald an, teilweise wurzelig und schmal. Eine kurze Felsrinne erfordert Handeinsatz. Der felsige Gipfel belohnt mit dramatischen Tiefblicken nach Norden und einem gewaltigen Panorama: Mondsee, Irrsee, Schafberg, Wolfgangsee und bei klarer Sicht bis Salzburg. Abstieg am selben Weg.

Einkehrmöglichkeiten

  • Gasthof Drachenwand – am Ausgangspunkt in St. Lorenz. Do–So 11:30–14:00 & 17:00–23:00, Mi 17:00–23:00. Mo+Di Ruhetag. Regionale Küche. Tel: +43 6232 3356
🚘 Parkplatz: Wanderparkplatz beim Gasthof Drachenwand, St. Lorenz 46, 5310 Mondsee. Alternativ: Parkplatz Klettersteig (~3 €) oder kostenlos bei der Kirche St. Lorenz (+2 km Fußweg).
🌱 Mitte April: Gipfel auf 1.030 m, südseitig – wird früh schneefrei. Sehr geringes Schneerisiko. Vorsicht auf nassen Wurzeln und Felsen! Gut kombinierbar mit einem Stopp am Mondsee auf der Rückfahrt.
03

Schoberstein ab Molln

Sportliche Gipfeltour mit Hütteneinkehr & Panorama
Anfahrt ab Traun
~55 Minuten
Distanz
7–8 km (hin & zurück)
Höhenmeter
580–700 m ↑↓
Gehzeit
4–5 Stunden
Schwierigkeit
Mittel
Gipfelhöhe
1.285 m

Routenbeschreibung

Vom Gasthof Steiner-Kraml führt der Weg über den Pranzlgraben mäßig ansteigend durch Wald und blühendes Almgelände. Etwa eine Stunde vor dem Gipfel gabelt sich der Weg: links der Normalweg, rechts der steilere „Schinder“ (für Sportliche!). Am Schobersteinhaus (1.260 m) wartet eine Sonnenterrasse mit grandiosem Panorama über Enns- und Steyrtal. Vom Haus nur wenige Minuten zum Gipfelkreuz.

Einkehrmöglichkeiten

  • Schobersteinhaus (1.260 m) – Naturfreunde-Schutzhaus, regionale Hausmannskost, Sonnenterrasse. Mi 8–22h, Do 8–16h, Fr+Sa 8–18h, So 8–16h. Mo+Di Ruhetag.
  • Gasthof Steiner-Kraml – am Ausgangspunkt, Einkehr nach der Wanderung
🚘 Parkplatz: Beim Gasthof Steiner-Kraml in Breitenau, Molln. An Sonntagen können die Plätze voll werden – angrenzende Wiesen als Überlauf.
⚠️ Mitte April: Gipfel auf 1.285 m – in manchen Jahren kann hier Mitte April noch Restschnee auf Nordseiten liegen! Unbedingt aktuelle Bedingungen prüfen (Webcam/Anruf Schobersteinhaus: +43 664 4171320). Feste Bergschuhe Pflicht! Ab ~1.000 m möglicherweise feucht und rutschig.
04

Hohe Dirn via Klausgraben

Abenteuer-Tour durch eine wilde Kalkschlucht zum Gipfel
Anfahrt ab Traun
~55 Minuten
Distanz
~12 km (Rundweg)
Höhenmeter
~750 m ↑↓
Gehzeit
5–6 Stunden
Schwierigkeit
Mittel (T2)
Gipfelhöhe
1.134 m

Routenbeschreibung

Das Highlight dieser Tour ist der Klausgraben – eine wild-romantische Kalkschlucht mit hoch aufragenden Felswänden, Wasserfall und Bachquerungen auf Trittsteinen. Vom Bahnhof Losenstein führt der Weg entlang der Enns zum Eingang der Schlucht. Durch gesicherte Passagen, Stiegen und über Stege gelangt man durch die Klamm. Danach weiter durch den Hintsteingraben auf Waldwegen zum Aussichtspunkt Luagstadl und hinauf zur Anton-Schosser-Hütte (1.158 m). Von dort wenige Minuten zum Gipfel der Hohen Dirn (1.134 m) mit Panoramablick über Ennstal, Steyrtal und Nationalpark Kalkalpen. Abstieg über Forstweg nach Wendbach/Losenstein.

Einkehrmöglichkeiten

  • Anton-Schosser-Hütte (1.158 m) – Alpenvereinshütte, seit 1925, regionale Küche. Ganzjährig geöffnet (Schutzraum mit Getränken immer verfügbar). Tel: +43 7255 20620
🚘 Parkplatz: Bahnhof Losenstein (kostenlos) oder Hohe-Dirn-Straße Parkplatz 1/2 (verkürzt die Tour, gebührenpflichtig). Von den Straßen-Parkplätzen reduzieren sich die Höhenmeter auf ~500 m.
🌱 Mitte April: Klausgraben-Schlucht ist schattig und kann bei Feuchtigkeit glatt sein – feste Bergschuhe und Trittsicherheit sind Pflicht! Oben möglicherweise einzelne Restschnee-Felder in Schattlagen. Die Tour wird März–November empfohlen.
05

Grünberg & Laudachsee bei Gmunden

Smaragdgrüner Bergsee mit Traunsee-Panorama
Anfahrt ab Traun
~30 Minuten
Distanz
8 km (mit Seilbahn) / 16 km (zu Fuß)
Höhenmeter
~250 m (Seilbahn) / ~645 m (zu Fuß)
Gehzeit
3 h (Seilbahn) / 5–6 h (zu Fuß)
Schwierigkeit
Leicht–Mittel
Laudachsee Höhe
894 m

Routenbeschreibung

Von der Bergstation der Grünberg-Seilbahn (1.004 m) wandert man auf breiten Forstwegen durch den Wald zum Laudachsee (894 m, ~1 Stunde). Der See schimmert smaragdgrün zwischen Traunstein und Katzenstein. Umrundung des Sees in ~40 Minuten. Zurück über denselben Weg oder alternativ über die Grünbergalm. Wer sportlich zu Fuß gehen möchte, steigt über den Ortnersteig auf (~645 Hm).

Einkehrmöglichkeiten

  • Ramsaualm – direkt am Laudachsee (Wochenende geöffnet, Öffnungszeiten vorab prüfen!)
  • Grünbergalm – am Gipfel, April bis November geöffnet
  • Gasthaus Franzl im Holz – bei der Talstation, täglich außer Montag
🚘 Parkplatz: Gebührenpflichtiger Parkplatz bei der Talstation Grünberg-Seilbahn, Gmunden. ~6 € Tagesticket.
🚦 Seilbahn: 25,50 € Erwachsene (Berg- & Talfahrt). Saisonstart: 28.03.2026 – in Betrieb!
🌱 Mitte April: Laudachsee auf 894 m normalerweise schneefrei. Seilbahn ab Ende März in Betrieb. Ramsaualm evtl. erst ab Mai regulär geöffnet – vorab checken. Grünbergalm ab April offen.
06

Hochbuchberg bei Grünburg

Die größte Herausforderung – Rundtour mit gemütlicher Hütte
Anfahrt ab Traun
~50 Minuten
Distanz
~7 km (Rundweg)
Höhenmeter
~710 m ↑↓
Gehzeit
3,5–4 Stunden
Schwierigkeit
Mittel (T2)
Gipfelhöhe
1.273 m

Routenbeschreibung

Vom Seebacher Hof im Rodatal (560 m) führt die Tour über den Freidhager-Hof und eine kleine Kapelle auf Wanderweg Nr. 15 entlang eines Baches durch Wiesen. Weiter über den Waldrand und zwei Forststraßen zum historischen Messerer Gscheid (948 m) – einem Handelssattel aus dem 15. Jahrhundert. Vom Sattel rechts auf die Weitwanderwege 404/409 und steil durch Mischwald direkt zum Gipfel (1.273 m). Panorama über Steyrtal und OÖ Voralpen. Abstieg westlich zur Grünburger Hütte (1.080 m) auf der Brettlmaisalm. Von dort über Weg Nr. 480 mit schön angelegten Stufen zurück zum Ausgangspunkt.

Einkehrmöglichkeiten

  • Grünburger Hütte (1.080 m, Brettlmaisalm) – Alpenvereinshütte, regionale Hüttenküche, schöne Terrasse. Im April Sa+So+Feiertag geöffnet! Tel: +43 7257 21008
🚘 Parkplatz: Seebacher Hof, Rodatal, Grünburg. Über B140 Steyrtal nach Obergrünburg, bei Haunoldmühle über die Steyr, dann 3,6 km Güterweg Rodatal. Begrenzte Plätze – früh kommen!
⚠️ Mitte April: Gipfel auf 1.273 m – Restschnee möglich besonders am nordseitigen Aufstieg durch den Sulzboden. Der südseitige Abstieg zur Grünburger Hütte ist früher schneefrei. Feste Bergschuhe Pflicht! Wichtig: Grünburger Hütte hat im April nur Sa/So/Feiertag geöffnet – passt perfekt für Samstag!
07

Langbathseen bei Ebensee

Zwillingsseen-Rundwanderung im Höllengebirge
Anfahrt ab Traun
~55 Minuten
Distanz
7,0 km Rundweg
Höhenmeter
~170 m ↑↓
Gehzeit
2–2,5 Stunden
Schwierigkeit
Leicht (T1)
Höchster Punkt
~660 m

Routenbeschreibung

Vom großen Parkplatz am Vorderen Langbathsee führt ein beschilderter Weg auf breiter Forststraße entlang des Nordufers. Der Weg passiert eine faszinierende Bergsturz-Landschaft, bevor man den Hinteren Langbathsee erreicht (~60 Hm Anstieg). Beide Seen können umrundet werden. Das türkisblaue Wasser spiegelt die dramatischen Felswände des Höllengebirges. Zurück geht es über die Südseite auf Forstwegen. Kürzere Variante: Nur der Vordere Langbathsee (45 Min, 3 km).

Einkehrmöglichkeiten

  • Langbathsee Stüberl – direkt am Ostufer des Vorderen Langbathsees
  • Landgasthof „In der Kreh“ – 2 km vom See, Mi–So 11:30–21:00, Wildspezialitäten, Biergarten
🚘 Parkplatz: Großer Parkplatz am Vorderen Langbathsee (~200 Stellplätze). Gebühr: ~1 €/h, Tagesticket ~8 €. An schönen Wochenenden früh kommen!
🌱 Mitte April: Auf 600–660 m komplett schneefrei. Frühlingserwachen mit frischem Grün. Wege können nach Regen feucht sein – feste Wanderschuhe empfohlen.
08

Schober bei Fuschl

Drahtseil-Abenteuer mit Sieben-Seen-Blick & Burgromantik
Anfahrt ab Traun
~65 Minuten
Distanz
~8,5 km (Rundweg)
Höhenmeter
~625 m ↑↓
Gehzeit
4–4,5 Stunden
Schwierigkeit
Anspruchsvoll (T3)
Gipfelhöhe
1.328 m

Routenbeschreibung

Vom Strandbad Fuschl (670 m) geht es über Waldwege hinauf zum Forsthaus Wartenfels (920 m, ~45 Min). Weiter vorbei an der Ruine Wartenfels (13. Jh.) wird der Weg steiler. Ab hier beginnt das Abenteuer: drahtseilgesicherte Passagen, Eisentritte und eine kurze Eisenleiter führen zum felsigen Gipfelgrat. Am Schober-Gipfel (1.328 m) erwartet euch eines der besten Panoramen im Salzkammergut: sieben Seen sichtbar – Fuschlsee, Irrsee, Mondsee, Attersee, Wolfgangsee und mehr. Weiter zum Frauenkopf (1.303 m, 10 Min). Abstieg über steile Serpentinen und Schotter zurück zum Wartenfels-Gebiet.

Einkehrmöglichkeiten

  • Forsthaus Wartenfels (920 m) – beliebte Jausenstation mit gehobener regionaler Küche. Do–Di 11:00–22:00, Mi Ruhetag. Frühstück Sa+So 9:00–11:00. Ab 18:00 Reservierung empfohlen. Tel: +43 6235 21900
🚘 Parkplatz: Parkplatz Strandbad Fuschl, Dorfstraße, 5330 Fuschl am See (gebührenpflichtig). Alternativ: Kostenloser Parkplatz unterhalb Forsthaus Wartenfels, Vordereggstraße 32, 5303 Thalgau (verkürzt auf ~408 Hm).
⚠️ Mitte April: Gipfel auf 1.328 m, überwiegend süd-/südwestseitig. Die drahtseilgesicherten Passagen können bei Eis gefährlich sein – bei kürzlichem Frost unbedingt Bedingungen prüfen! Tour erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Empfohlene Saison: April–Oktober.
09

Almsee im Almtal

Postkarten-Panorama am Tor zum Toten Gebirge
Anfahrt ab Traun
~60 Minuten
Distanz
6–9 km (variabel)
Höhenmeter
30–134 m ↑↓
Gehzeit
1,5–2,5 Stunden
Schwierigkeit
Leicht
Seehöhe
589 m

Routenbeschreibung

Der Rundweg führt vom Parkplatz entlang des Almufers flussaufwärts durch Auen zum Seeklause-Wehr, dann am Seeufer vorbei an der Fischerhütte und dem Gasthof Seehaus. Am südlichen Ende erreicht man den „Echoplatzl“ – Rastplatz mit grandiosem Blick auf das Tote Gebirge, das sich im spiegelglatten See reflektiert. Zurück über Seeklause durch den Wald. Der See mit seinen inselartigen Moorflächen ist seit 1965 Naturschutzgebiet.

Einkehrmöglichkeiten

  • Gasthof Seehaus am Almsee – direkt am See, regionale Küche, Sonnenterrasse
  • Almseehütt'n / Kiosk – beim Seehaus, Snacks und Getränke
🚘 Parkplatz: Großer Parkplatz beim Gasthof Seehaus, Grünau im Almtal. Gebühr: ~5 €/Tag. Öffentliche WCs bei Seeklause und Seehaus.
🌱 Mitte April: Auf 589 m völlig schneefrei. Im Frühjahr führt der See viel Schmelzwasser und ist besonders voll und eindrucksvoll. Morgens oft Nebel über dem See – magische Stimmung!
10

Losenstein – Burgruine & Nagelschmiedweg

Kultur- und Naturwanderung im romantischen Ennstal
Anfahrt ab Traun
~45 Minuten
Distanz
6–8 km
Höhenmeter
130–200 m ↑↓
Gehzeit
2,5–3,5 Stunden
Schwierigkeit
Leicht
Höhenbereich
346–473 m

Routenbeschreibung

Vom Ortszentrum Losenstein führt der Nagelschmiedweg hinab zur Enns, dann in das romantische Stiedelsbach-Tal. Man passiert den Brandstätter Hammer mit dem Nagelschmiede-Museum (größte Sammlung handgeschmiedeter Nägel weltweit!). Weiter geht es zum verborgenen Kesselfall-See. Auf dem Rückweg ein Abstecher zur Burgruine Losenstein – eine der größten und ältesten Burgruinen OÖs, thronend auf einem 60-m-Dolomit-Felsen mit grandiosem Blick über das Ennstal. Aufstieg zur Burg nur 5–10 Minuten.

Einkehrmöglichkeiten

  • Gasthof Blasl – am Fuß der Burgruine, regionale Küche, sonnige Terrasse, Biergarten
  • Gasthof Eisentor – historischer Gasthof (seit ~1324!), originale Kassettendecke von 1584
  • Gasthaus Marxrieser – traditionelle Küche mit Gartenblick
  • Hohlrieder Bäckerei-Café – für Kaffee & Kuchen
🚘 Parkplatz: Ortszentrum Losenstein / Pendlerparkplatz bei der B115. Weitere Plätze bei der Burgstraße (Alpenvereinshaus). Ausreichend und kostenlos.
🌱 Mitte April: Auf nur 350–470 m absolut frühlingshaft! Obstblüte in der Region, Mostschenken-Zeit. Burgruine ganzjährig frei zugänglich. Nagelschmiede-Museum: Öffnungszeiten vorher prüfen.

Meine Empfehlung für euch drei

Gereiht nach dem besten Verhältnis aus Landschaft, Schneesicherheit, Einkehr und sportlichem Anspruch für Mitte April.

1

Großer Sonnstein, Ebensee – „Der Geheimtipp“

Mein Top-Vorschlag für drei sportliche Damen! Bestes Aufwand-Ertrag-Verhältnis aller 10 Touren: In nur 1:15h Aufstieg erreicht man ein Panorama, für das man anderswo doppelt so lange braucht. 600 Hm auf 2 km – das bringt den Puls hoch! Der Traunsee liegt 800 m tiefer direkt zu Füßen, der Traunstein thront gegenüber. Südseitig, schneefrei, „fast toskanisches Flair“. Danach Einkehr in der Mostschenke. Und: Lässt sich perfekt mit den Langbathseen (nur 10 Min entfernt!) zu einem Tages-Doppel kombinieren.

2

Almkogel am Mondsee – „Der Steile Schöne“

Kompakter Kraftakt mit spektakulärem Seen-Panorama. 560 Hm steil durch Wald, oben ein felsiger Gipfel mit Blick auf Mondsee, Irrsee, Schafberg und Wolfgangsee. Südseitig und nur 1.030 m – garantiert schneefrei. Der Gasthof Drachenwand am Ausgangspunkt ist die perfekte Belohnung. Auf der Rückfahrt noch einen Kaffee am Mondsee – ein runder Tag!

3

Schoberstein, Molln – „Der Klassiker“

Eine echte Gipfeltour mit Hütteneinkehr und Panorama über den Nationalpark Kalkalpen. 610 Hm, technisch unkompliziert, das Schobersteinhaus mit Sonnenterrasse ist ein Genuss. Platz 3 statt 1 nur wegen des Schneerisikos: Auf 1.285 m kann Mitte April Restschnee liegen. Vorher anrufen! (+43 664 4171320). Wenn schneefrei: Top 1!

4

Hohe Dirn via Klausgraben – „Das Abenteuer“

Die wildeste Tour der zehn: eine Kalkschlucht mit Wasserfall, Trittsteinen und gesicherten Passagen – echtes Abenteuer-Feeling! Dazu 750 Hm und Gipfelpanorama über den Nationalpark. Auf Platz 4, weil der Klausgraben bei Nässe anspruchsvoll ist und Trittsicherheit erfordert. An einem trockenen Tag: absolutes Highlight!

5

Grünberg & Laudachsee, Gmunden – „Die Flexible“

Kürzeste Anfahrt (30 Min!) und maximale Flexibilität: mit Seilbahn gemütlich, zu Fuß sportlich mit 645 Hm. Der smaragdgrüne Laudachsee zwischen Traunstein und Katzenstein ist ein Juwel. Perfekt wenn das Wetter unsicher ist und ihr spontan entscheiden wollt.

6

Hochbuchberg, Grünburg – „Die Ausdauer-Tour“

Mit 710 Hm die größte Höhenmeter-Herausforderung aller Touren. Tolle Rundtour ohne Rückweg-Wiederholung. Die Grünburger Hütte hat im April am Samstag geöffnet – passt! Auf Platz 6 wegen möglichem Restschnee am nordseitigen Aufstieg. Wenn trocken und schneefrei: einer der lohnendsten Berge im Steyrtal.

7

Langbathseen, Ebensee – „Die Gemütliche“

Wunderschöne Zwillingsseen mit türkisem Wasser und Höllengebirge-Kulisse. Perfekt als Halbtagestour oder in Kombination mit dem Sonnstein. Wenig Höhenmeter (170 m), dafür pure Naturschönheit und Entspannung. Ideal wenn ihr lieber genussvoll als schweißtreibend unterwegs sein wollt.

8

Schober bei Fuschl – „Das Gipfel-Abenteuer“

Sieben-Seen-Panorama, Burgruine, Drahtseilpassagen und Eisenleiter – die dramatischste Tour der zehn. Auf Platz 8 weil sie Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert (T3) und die Drahtseilstellen Mitte April bei Frost gefährlich sein können. Dafür das Forsthaus Wartenfels als Einkehr – ein kulinarisches Highlight!

9

Almsee, Grünau im Almtal – „Die Fotogene“

Der fotogenste See Oberösterreichs mit Spiegelungen des Toten Gebirges. Eher Genuss-Spaziergang als Wanderung (nur 30–134 Hm). Weiter hinten in der Reihung, weil ihr sportlichere Touren bevorzugt – aber landschaftlich Weltklasse!

10

Losenstein – Burgruine & Nagelschmiedweg – „Die Kulturelle“

Abwechslungsreichster Mix aus Natur und Kultur, aber konditionell die leichteste Tour. Perfekt für einen Tag, an dem ihr nicht nur wandern, sondern auch etwas erleben wollt – Museum, Burgruine, historische Gasthäuser.